Liebe Tipp Leserinnen und Leser,

es ist eine unbestrittene Tatsache, dass wir gegenwärtig in einem Zeitalter der zunehmenden Informationsüberlastung leben. Internet, Facebook, Twitter, Email & Co. machen den Informationstransport (Meinungstransport) immer schneller und leichter. Alle zwischenmenschlichen Gespräche werden von dieser Informationsflut überlagert. Die meisten Menschen haben sich daraus bereits ihre eigene Meinung gebildet. Dies führt dazu, dass an die zwischenmenschliche Kommunikation viel höhere Ansprüche gestellt werden, wenn sie gelingen bzw. zu einem positiven Ergebnis führen sollen. In diesem Tipp des Monats möchte ich Ihnen ein paar Ideen und Methoden mit auf den Weg geben, damit diese Herausforderungen keine unüberwindbaren Hürden für Sie darstellen.

Ihr Walter Kaltenbach

Unterschrift Kaltenbach


Vertrauenskiller in der Kommunikation

Fachleute haben festgestellt, dass sich das Wissen der Menschheit in den ersten Tausend Jahren nach Christi Geburt einmal verdoppelt hat. In der ersten Hälfte des zweiten Jahrtausends verdoppelte sich das Wissen erneut. Ab dem fünfzehnten Jahrhundert jedoch verfünffachte sich die Geschwindigkeit des menschlichen Wissenszuwachses durch die Erfindung der Buchdruckerkunst. Heutezutage verdoppelt sich das Wissen, das den Menschen zur Verfügung steht alle drei bis fünf Jahre. Denken Sie dabei nur an Google, Wikipedia und andere Plattformen. Für keinen Menschen ist es möglich, all diese Informationen zu verarbeiten bzw. abzuspeichern. Dies führt dazu, dass viele Menschen heute auch mit einem sogenannten „Halbwissen“ leben.

Vertrauenskiller Abkürzungen, Kürzel, Fachausdrücke, Fremdwörter usw.

Das ist eine immer mehr um sich greifende Unsitte in der Kommunikation. Dort, wo damit gearbeitet wird, wird stillschweigend vorausgesetzt, dass der Kommunikationspartner (m/w) weiß, was damit gemeint ist. Bei einem Großteil der Gesprächspartner kann dies keinesfalls als selbstverständlich vorausgesetzt werden. Wenn der Gesprächspartner damit nichts anfangen kann, kommt es zumindest zu einer Kommunikationsstörung. Dies zwingt diesen zur Nachfrage. Kommt es zu keiner Nachfrage, dann bleibt das Unverständnis im Gesprächspartner virulent vorhanden und erschwert dessen Aufnahmefähigkeit. Kommen solche Störungen während eines Gespräches öfters vor, so kann es zum Scheitern der ganzen Kommunikation führen.

Hierzu ein kleines Beispiel:

Stellen Sie sich folgende Situation vor:

Sie sind mit mehreren Personen in einem Restaurant; alle haben à la carte etwas Anderes zu essen bestellt; die Getränke sind bereits serviert worden und Sie unterhalten sich angeregt.
Nun kommt der Ober mit den ersten beiden Gerichten, er ruft „Schwein“, ein Gast ruft „das bin ich“. Dann ruft der Ober „Haxe“, ein weiterer Gast sagt „die hatte ich“.
Eine ganz normale Situation, nicht wahr? Wenn man das Gesagte wörtlich nehmen würde, wäre die Botschaft ausgesprochen absurd! Natürlich macht das in diesem Fall nichts, denn alle Beteiligten wissen ja genau, was gemeint war.
Aber was passiert, wenn jemand einmal nicht ergänzen kann, bzw. ein Kürzel, ein Fachausdruck o. ä. nicht versteht, bzw. nicht einordnen kann. Dann wird eine solche „Stümmelbotschaft“ im Telegrammstil zu einem verbalen Rätsel.

Solche Rätsel entstehen wie folgt:

Es wird eine Botschaft gesendet, die der Sender für „glasklar“ hält.
Wenn der Empfänger jedoch nicht automatisch richtig (im Sinne des Senders) ergänzen, das Kürzel oder den Fachausdruck verstehen kann, dann ist es passiert.
Entweder er fragt zurück, was die meisten Menschen nicht tun, da sie nicht dumm aussehen wollen, dann entsteht eine doppelt missliche Situation: Der Sender geht davon aus, dass er verstanden wurde, im Gehirn des Empfängers herrscht Chaos, weil er rätselt, was der Sender ihm gesagt hat. Extrem wird diese Situation, wenn solche „Kommunikationspannen“ in einem Gespräch mehrfach vorkommen.
Vermeiden Sie daher in der Kommunikation mit anderen weitestgehend Technoquatsch, Abkürzungen, Formeln, nicht allgemein bekannte Fachbegriffe und vieles mehr.

Fehlende Rhetorik, schlampige, undeutliche Sprache

Dies ist ein Punkt, der eine Kommunikation mit anderen Menschen schon sehr früh zum Scheitern bringen kann. Dies ganz besonders, wenn so etwas in einer Verkaufspräsentation, bzw. einer Beratung vorkommt.
Für den Empfänger einer Botschaft ist es mehr als lästig, wenn der Sender Sätze nicht ganz ausspricht, bei einzelnen Worte die letzte Silbe verschluckt, wenn er oder Sie glaubt, im Schnellsprechen ein Formel 1 Rennen gewinnen zu müssen. Auch der Tonfall zu leise oder zu laut kann eine Kommunikation mit anderen hindern. Um die eigene Sprache zu verbessern, habe ich von meinem langjährigen Freund und Wegbegleiter Nikolaus Enkelmann, der leider vor wenigen Wochen verstorben ist, folgende Übung übernommen und praktiziere sie immer wieder. Er schlägt vor, die Selbstlaute a, e, i, o, u sowie die Mitlaute m, n und r vor dem Spiegel immer wieder zu trainieren. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass dies die eigene Aussprache deutlich verbessert.

In der Vorbereitung liegt der Gewinn

Es ist ein Jammer, wenn Menschen in wichtige Gespräche hineingehen, ohne sich entsprechend vorzubereiten, nach dem Motto: „Hoppla, jetzt komm ich“.
Dabei gilt der Grundsatz „wenn ich weiß, was ich zu sagen habe oder sagen will, kann ich mich auf das, wie ich etwas sage viel besser konzentrieren und mein Gegenüber spürt dies, was zu einer Steigerung der Akzeptanz führt.“ In einer guten Vorbereitung kann bis zu 50 % des nachhaltigen Erfolges verborgen sein.

Die Kunst des aktiven Zuhörens

Die Kunst des Zuhörens wird in unserer westlichen Kultur immer mehr zurückgedrängt, wenn Sie z. B. die Talkshows im Fernsehen verfolgen, da hört keiner dem anderen zu und Fragen werden einfach nicht beantwortet, alle Teilnehmer sind auf Sagetechnik ausgerichtet. Dabei gilt schon lange der Grundsatz „sagen verschließt, fragen öffnet“. Der Erfolgsautor Dale Carnegie hat in seinem Buch „wie man Freunde gewinnt“ sieben wichtige Regeln für aktives Zuhören entwickelt, die ich nachfolgend dem Sinn nach zitieren möchte:

  1. Offene Körperhaltung, keine Angriffssignale
  2. Blickkontakt halten, strenge Blicke (durchbohrend) vermeiden
  3. Den Anderen ausreden lassen
  4. Mit Pausen Sympathie erzeugen
  5. Konzentriert bleiben, keine Ablenkung zulassen
  6. Nicht ungeduldig werden
  7. Mit verbalen Zustimmungssignalen arbeiten

Gutes Zuhören ist der Schmierstoff einer nachhaltig guten Kommunikation, die zum Ziel führt. In meiner über 50jährigen Verkaufspraxis habe ich noch nicht einen Verkäufer erlebt, der durch gutes Zuhören einen Auftrag verloren hat.

Körpersprache

Die Störmomente in einer Kommunikation mit anderen Menschen können Sie durch das Beachten der zuvor beschriebenen Punkte deutlich reduzieren, jedoch nicht gänzlich vermeiden. Wichtig ist jedoch, dass Sie sehr früh merken, wenn eine Kommunikation zu kippen droht. Alle Forscher in Körpersprache sagen übereinstimmend: „Der Körper kann nicht lügen.“ Deshalb ist die Körpersprache eines Menschen ein Alarmsignal, wenn eine Kommunikation zu scheitern beginnt. Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten, wie man durch das Studium der Körpersprache eines Gesprächspartners erkennen kann, ob er die Kommunikation angenehm und zielführend findet, oder ob er sie am liebsten abbrechen würde, dies aus Anstand jedoch in den seltensten Fällen tut. Ich möchte hier nur auf die wichtigsten Signale hinweisen. Es sind dies Veränderung im Gesicht, z. B. Stirn runzeln, mit der Hand ans Ohr oder an die Nase fassen, Sie bekommen nur noch eingeschränkte Antworten, wie „mal sehen“, „noch überlegen“, „noch besprechen“ usw., Arme verschränken, gleichgültig oder unbeteiligt werden usw. Hier möchte ich Ihnen den Kauf eines Videos bzw. einer DVD über Körpersprache von Samy Molcho wärmstens empfehlen.

Vorsicht psychologischer Nebel

Eine Kommunikation zwischen Menschen findet immer auf zwei Ebenen statt. Einmal auf der Sachebene, die auch als WAS-Ebene bezeichnet wird. Das bedeutet, was ich als Sender sage und wie kommt das auf der Empfängerebene an, was ich gesagt habe.

Die zweite Ebene ist die Beziehungsebene, das ist die WIE-Ebene. Hier kommt es darauf an, wie ich als Sender etwas sage und wie es bei meinem Empfänger ankommt. Die WIE-Ebene ist auch die emotionale Ebene, auf welchem Gebiet es zu wesentlich mehr Störungen kommt, als auf der Sachebene. Mein schon zuvor zitierter Kollege und Freund, Nikolaus Enkelmann, hat folgenden Satz geprägt:

„Wenn Gefühl und Verstand sich streiten, gewinnt immer das Gefühl.“

Wenn es zu einer Störung zwischen Sender und Empfänger kommt, entsteht zwischen beiden psychologischer Nebel, wie Sie es nachfolgend dargestellt sehen.


 

Plusleistung von Walter Kaltenbach

Überraschungstest


Zitat des Monats

Unser Schicksal hängt nicht von den Sternen ab, sondern von unserem Handeln.
William Shakespeare
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