TIPP des Monats | 21.01.2019

Liebe Tipp Leserinnen und Leser,

Der Umgang von Menschen mit und untereinander wird zunehmend rauer und vielfach auch rücksichtsloser. Der Wahrheitsgehalt von Informationen ist abnehmend und diese werden zunehmend taktisch auch in Form von fake News gestreut. Der Umgang miteinander in der politischen Landschaft und durch die Medien ist ein abschreckendes Beispiel. Die Möglichkeiten der Einflussnahme auf andere Menschen nimmt permanent zu, man denke nur an die Vielzahl der Online Bewertungsplattformen, wo Menschen vielfach nicht einmal mehr ihr Gesicht bzw. ihren Namen nennen müssen. Die Mittel, mit denen gearbeitet wird, um egoistische Ziele zu erreichen, ist im ständigen Zunehmen begriffen. Dieser Egoismus führt zu einer ständigen Abnahme des „schlechten Gewissens“.
Diese allgemeine Tendenz führt dazu, dass diese Verhaltensmuster auch im beruflich, geschäftlichen Umfeld und im privaten Bereich immer mehr Raum gewinnen.
Sie sind diesen Entwicklungen jedoch nicht hilflos ausgesetzt, sondern können sich davor schützen und daraus sogar für sich positives ableiten. Es gilt nämlich die Tatsache, dass sich auch in negativen Entwicklungen, ausgezeichnete Chancen zum Gegensteuern bieten. Die nachfolgenden Punkte sollen ein Rüstzeug für Sie sein, damit professionell umzugehen. Dazu wünsche ich Ihnen von Herzen ein gutes Gelingen.

Ihr Walter Kaltenbach

Unterschrift Kaltenbach


Wie Sie sich vor Angriffen optimal schützen und gekonnt, als auch sicher damit umgehen.

Die Welt ist so wie sie ist. Wir können es beklagen oder begrüßen, ändern lässt es sich nicht. Einzelne Menschen wie Sie und ich können jedoch bestimmen, wie wir damit umgehen. Da gibt es zum einen die Möglichkeit, einen „Schutzwall“ gegen Angriffe aufzubauen und zum anderen, sich Methoden und Werkzeuge für den professionellen Umgang zu schaffen, wenn solche Angriffe passieren.

Einen Schutzwall gegen Angriffe aufbauen

Wie bei allem im Leben, kann ein solcher Schutzwall nur Stück um Stück aufgebaut werden, je eher damit begonnen wird, umso schneller entsteht eine Sicherheitszone. Trösten Sie sich jedoch damit, dass Sie mit großer Sicherheit einen Teil dieses Schutzwalls schon haben. Gehen Sie dabei wie folgt vor:

  1. Überprüfen Sie und bewerten Sie Ihr Netzwerk von Beziehungen, das Sie bereits haben. Der Hauptbestandteil dieses Schutzwalls sind nämlich gute und stabile Beziehungen zu anderen Menschen. Das Fundament guter Beziehungen sind Verlässlichkeit, Glaubwürdigkeit und Hilfsbereitschaft. Überprüfen Sie auf dieser Basis Ihr Beziehungsnetzwerk, pflegen Sie es und dort wo notwendig, aktivieren Sie es.
  2. Suchen Sie ständig nach Möglichkeiten, Ihr Beziehungsnetzwerk zu erweitern. Dazu gibt es mehr Möglichkeiten als man zunächst glaubt. Suchen Sie Kontakt zu Menschen, die ähnliche Interessen haben wie Sie. Überlegen Sie zusätzlich, wo es noch Möglichkeiten gibt, Ihr Interessenfeld zu erweitern. Das ist am Anfang mit etwas Mühe verbunden, ist aber sehr sehr lohnend, weil es auch zur Steigerung der Selbstachtung beiträgt. Denken Sie beim Neuaufbau von Beziehungen daran, dass es ein Grundgesetz ist, dass das Geben vor dem Nehmen kommt.

Schaffen Sie sich ein tragfähiges und verlässliches Werte-Gerüst

Suchen Sie sich dazu einige wenige Werte, die Sie zum Grundgesetz Ihres Lebens machen. Tun Sie sich hierbei nicht zu viel auf den Teller, es ist besser, nur drei herausragende Werte zu haben, die aber in Granit gemeißelt sind und damit unumstößlich, als eine große Zahl, gegen die dann immer wieder verstoßen wird. Menschen die mit Ihnen in Kontakt sind, erkennen und schätzen diese Werte und sind für ein tragfähiges Beziehungsnetzwerk unumgänglich. Es ist sehr lohnend, eine solche Schutzmauer aufzubauen, weil diese ein verlässlicher Schutz gegen Angriffe von außen darstellt, weil Sie sich der Unterstützung durch Ihr Netzwerk sicher sein können.

Wie Sie professionell mit Angriffen umgehen

Der zuvor beschriebene Schutzwall durch ein verlässliches und von Vertrauen gepflegtes Netzwerk ist sehr hilfreich, um gegen Angriffe auf bestimmte Tätigkeiten, Anwendung von Produkten, Umgang mit Dingen, die bei anderen auf Ablehnung stoßen können usw. Darüber hinaus gibt es jedoch auch Angriffe auf Sie, die direkt in das Persönliche gehen. Hier hilft der Schutzwall Ihres Netzwerkes nur indirekt, indem er Ihnen innere Stabilität und Selbstachtung bringt. Deshalb hier jetzt ein paar Punkte, wie Sie professionell mit solchen Angriffen, die manches Mal unter die berühmte „Gürtellinie“ gehen, umgehen.

Die unterschiedlichen Reaktionsmöglichkeiten

Eine Möglichkeit mit Angriffen umzugehen, die im praktischen Leben viel zu wenig angewendet wird, bei ihrer Anwendung aber wie ein Befreiungsschlag wirkt, ist: Der Mensch ist in seinen Gedanken und Reaktionsmöglichkeiten völlig frei in seiner Entscheidung. Davon sind allerdings körperliche Angriffe, die zu Verletzungen führen, ausgenommen.

Da Sie in Ihren Gedanken frei sind, sind Sie auch frei, darin wie Sie auf einen gezielt auf Sie oder Ihre Tätigkeit gerichteten Angriff reagieren. Wenn ein solcher Angriff auf Sie keine Verteidigungsreaktion auslöst, mit der Ihr Angreifer ja rechnet, wird er die Welt nicht mehr verstehen. Dem auf Sie gerichteten Angriff ist damit die Spitze genommen. Die Reaktion, die der Angreifer erreichen wollte, läuft ins Leere. Merken Sie sich einfach, dass Sie in Ihrer Entscheidung völlig frei sind, wie Sie auf einen auf Sie gerichteten Angriff reagieren. Das steigert Ihre Selbstachtung und Ihr Selbstbewusstsein und Sie gewinnen das Gesetz des Handelns damit zurück. Wenn Sie sich jedoch in eine Abwehrreaktion oder Verteidigung begeben, verlieren Sie diese Freiheit, indem Sie tun, was Ihr Angreifer erwartet. Sie sind dann in Ihren Gedanken nicht mehr frei und dann durch Rede und Gegenrede auch geistig blockiert.

Zum ganzen Komplex Umgang mit Angriffen empfehle ich das Lesen des Buches von Viktor Frankl „Trotzdem JA zum Leben sagen“.

Geistige Grundgesetze mit 100 % Wirkung

So wie es Grundgesetze mit 100 % Wirkung in der Physik gibt (ganz gleich wo Sie sich geographisch befinden, wenn Sie einen Gegenstand aus der Hand geben, fällt er automatisch zu Boden), so gibt es auch geistige Gesetze mit 100 % Wirkung. Für den Umgang mit Angriffen sind mir zwei davon besonders wichtig:

Das Gesetz von Ursache und Wirkung

Wenn ein Angriff auf Sie gerichtet wird, so nehmen Sie sich die Freiheit, nicht direkt darauf zu reagieren oder sich zu verteidigen, sondern Sie suchen nach den Ursachen für diesen ngriff. Benutzen Sie dazu die Kommunikation der offenen Fragen, Beispiel: „Dass Sie so gezielt angreifen, hat bestimmt einen Grund oder eine Ursache, bitte helfen Sie mir, was ist der Grund dafür?“ Bitte legen Sie sich eine Reihe von Möglichkeiten zurecht, wie Sie mit Angriffen, die teilweise auch völlig unsachlich sein können, zukünftig umgehen. Suchen Sie nach Ursachen. Vielfach wird dann ein Angriff von selbst aufgelöst.Das Gesetz der Kontrolle

Dies ist ein ganz wichtiges Gesetz und entscheidet darüber, wer Kontrolle über Ihr Leben ausübt. Sie entscheiden, ob Sie die Kontrolle über Ihr Leben selbst ausüben, also bestimmen, wie Sie mit Dingen umgehen, die in Ihr Leben treten und damit eine Aktion oder eine Reaktion Ihrerseits erfordern. Sie entscheiden, ob Sie die Kontrolle darüber haben bzw. ausüben oder nicht. Wenn Sie es nicht tun und einfach geschehen lassen, entsteht kein    „luftleerer Raum“, sondern andere Menschen werden die Kontrolle über Sie und Ihr Leben übernehmen. In diesem Fall lebt ein Mensch nicht, sondern er wird durch Fremdbeeinflussung gelebt.

Verlassen Sie bei Angriffen nicht die Sachebene

Angriffe, ganz besonders solche, die Sie verletzen und einschüchtern sollen, werden in aller Regel auf der emotionalen Ebene vorgetragen. Die größte Gefahr in einer solchen     Auseinandersetzung unterzugehen, ist die Reaktion auf einen solchen Angriff ebenfalls auf der emotionalen Ebene, wie z. B. „das lass ich mir nicht gefallen“, „hier gehen Sie entschieden zu weit“. Ihnen fallen hierzu bestimmt viele solcher Reaktionsmöglichkeiten ein. Wenn Sie auf einen solchen emotionalen Vorwurf emotional antworten, verlieren Sie in vielen Fällen die Kontrolle, die Beziehung wird zerstört, es gibt keine Einigung usw.

Bleiben Sie deshalb in jedem Fall auf der Sachebene, indem Sie die Emotionen weglassen. Untersuchen Sie den Angriff sachlich und die angreifende Person wird ebenfalls auf die Sachebene geführt. Die Herauslösung des wirklichen Sachverhaltes kann ebenfalls wieder durch offene Fragen herbeigeführt werden.
      Beispiele: Wie ist es dazu gekommen, wann ist es das erste Mal aufgetreten, wie waren die Gegebenheiten, was haben Sie bisher getan usw. Wenn ein Angriff auf die Sachebene gehoben wird, wird auch Ihr Gegenüber sachlicher werden und Lösungsmöglichkeiten zur Behebung sind in den meisten Fällen möglich.

Typengerechte Kommunikation

Kaltenbach Training beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit dem typengerechten Umgang mit Menschen. Kein Mensch ist wie der andere, es gibt jedoch bestimmte Gruppen mit Ähnlichkeiten und wer diese Verhaltensmuster in der täglichen Kommunikation mit Menschen zu nutzen versteht, wird im Umgang mit anderen viel mehr geschätzt und Widerstände, die sehr oft in Angriffe enden können, werden vermieden. Es ist sehr lohnend, sich damit eingehend auseinanderzusetzen. Weit über tausend Menschen haben schon die Seminare über den typengerechten Umgang mit Menschen besucht und sind dadurch im Umgang mit anderen viel erfolgreicher geworden. Darüber hinaus ist durch das Erkennen der  Verhaltensmuster anderer Menschen eine wesentlich entspanntere Kommunikation möglich, weil die Kommunikation den Verhaltensmustern meines Gegenübers angepasst sind. Dazu bietet Kaltenbach Training mehrmals im Jahr und an verschiedenen Orten Termine für solche Seminare an. Die nächsten Möglichkeiten sind:

18. – 19. Februar 2019 in Lutherstadt Wittenberg
11. – 12. März 2019 in Böbingen an der Rems
17. April 2019 in Kürten bei Köln

In meinem nächsten Tipp des Monats werde ich diese Thema noch auf einer speziellen Ebene vertiefen und zwar in der Ausübung von Kritik und in der Annahme von Kritik.

Zitat des Monats

Man kann sich wohl den Weg wählen, aber nicht die Menschen, denen man begegnet.
Arthur Schnitzler (1882-1931)

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